Kredit Umschuldung

 

Charakteristisch für die Kreditumschuldung ist die Aufnahme eines weiteren, eines sogenannten Zweitkredites. Das kann aus unterschiedlichsten Gründen geschehen.
Für ein überzogenes Girokonto fallen zumeist hohe Zinsen an, hierfür könnte ein Ratenkredit zu günstigen Konditionen aufgenommen werden, um das Girokonto auszugleichen.
Weiterhin ist eine Kreditumschuldung denkbar, wenn ein Kredit mit hohen Zinsbelastungen durch einen Kredit mit niedrigerem Zinssatz abgegolten werden kann. Hierbei ist für den Verbraucher jedoch zu beachten, ob die Ablösesumme des vorhergehenden Kredites nicht so hoch ist, dass sich eine Umschuldung gegebenenfalls gar nicht lohnt.
Ebenso vorstellbar ist eine Kreditumschuldung, um eine kurzfristige Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, beispielsweise wenn ein Selbständiger säumigen Zahlern Aufschub gewähren muss und dadurch seine Liquidität für einen absehbaren Zeitraum eingeschränkt ist.
Eine Umschuldung wird in manchen Fällen auch einfach deswegen vorgenommen, weil sich kreditgebendes Institut und Kreditnehmer uneinig sind. Kreditumschuldungen bei Baudarlehen gestalten sich wesentlich problematischer, denn Baudarlehen können zumeist erst nach einer relativ langen Laufzeit, in der Regel 10 Jahre, abgelöst werden, bzw. nach Zahlung einer horrenden Entschädigungssumme.
Eine Kreditumschuldung sollte auch immer nur dann vorgenommen werden, wenn der Nutzen für den Kreditnehmer ganz klar ersichtlich ist. Sämtliche Stolperfallen müssen ausgeschlossen und alle Eventualitäten sorgfältig geprüft werden. Sind alle Fakten begutachtet, kann eine Kreditumschuldung ein seriöses Mittel und ein ebenso seriöser Rettungsanker sein, um eine bedrückende finanzielle Situation in die richtigen Bahnen zu lenken.